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Was macht Nora Tschirner heute? Schauspiel, Tatort und Rückzug

Die 43-Jährige lebt weiter in Berlin, kämpft offen mit Depressionen und mischt als Schauspielerin und Producerin aktuelle Kino-Highlights auf.

Von Lena Marquardt | 20. März 2026
Was macht Nora Tschirner heute? Schauspiel, Tatort und Rückzug © Kai Lindemann

Stellt euch vor, Nora Tschirner sollte 2025 bei der Goldenen Henne ihren Preis in der Kategorie Film und Fernsehen entgegennehmen, sagte aber krankheitsbedingt kurzfristig ab. Die 44-Jährige, die in Berlin aufwuchs, ließ sich entschuldigen und bekam die Trophäe zugeschickt.123

Nora Tschirner ist in Berlin verwurzelt, auch wenn ihr Aufwachsen nicht in Friedrichshain-Kreuzberg, sondern in Pankow stattfand. Sie balanciert zwischen Rampenlicht, Familie und persönlichen Themen wie ihrer Depression, über die sie offen spricht.

Was dich erwartet

Steckbrief: Nora Tschirner

Geboren12. Juni 1981 in Ost-Berlin
Alter (2026)45 Jahre
WohnortBerlin
BerufSchauspielerin, Moderatorin, Produzentin
Kindereine Tochter (geboren 2013)
Bekannt für„Keinohrhasen“, Tatort Weimar

Von den Straßen Friedrichshain-Kreuzbergs in die Welt

Nora Tschirner wuchs im Ostberliner Bezirk Pankow auf, besuchte das John-Lennon-Gymnasium und legte ihr Abitur an der Rosa-Luxemburg-Oberschule in Pankow ab. Später erreichte sie mit Rollen in "Keinohrhasen" oder "Vorstadtkrokodile" ein Millionenpublikum.4

Von Komödien bis zu Dramen wie "Gut gegen Nordwind" reicht ihr Repertoire. Heute, mit 44, ist Berlin weiter ihr Bezugspunkt, auch wenn aktuelle Informationen nur die Stadt, nicht den genauen Wohnort nennen.

Privat blieb sie bodenständig: Ihre Tochter wurde 2013 geboren, laute Beziehungsstorys gibt es kaum. Stattdessen spricht sie offen über Depressionen, die sie nach eigenen Angaben seit ihrem 18. Lebensjahr begleiten, ein Thema, das viele bewegt, weil mentale Gesundheit immer mehr Raum bekommt.

Was Nora Tschirner heute macht: Rampenlicht und Produktion

2024 und 2025 war sie viel beschäftigt: In der Komödie "Chantal im Märchenland" von Bora Dagtekin spielte sie die Hexe Sansara, und in der Fortsetzung "Wunderschöner" von Karoline Herfurth war sie ebenfalls vor der Kamera zu sehen.5

Im Fernsehen war sie als Teamkapitänin in der Sat.1-Musikshow "Hast Du Töne?" zu sehen. Für die zweite Staffel, die am 17. Juli 2025 startete, wurde sie allerdings durch Caroline Frier ersetzt.

An Auszeichnungen sammelte sich einiges: die Goldene Henne 2025 für Film und Fernsehen, die sie krankheitsbedingt nicht persönlich entgegennahm, sowie der mit 10.000 Euro dotierte Emder Schauspielpreis beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney, dessen Verleihung sie ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen absagen musste.

Der Bezug zu Friedrichshain-Kreuzberg: Bleibt sie nah am Kiez?

Berlin ist ihr Zuhause, ihr Ursprung liegt allerdings im Bezirk Pankow, nicht in Friedrichshain-Kreuzberg. Eine direkte biografische Verbindung zu unserem Bezirk lässt sich nicht belegen.

Heute ist kein lokales Projekt im Bezirk dokumentiert, kein Auftritt im SO36 oder Engagement im Kiezladen. Ihre Themen, etwa der kritische Blick auf Schönheitsideale in sozialen Medien sowie ihr Einsatz für Frauenrechte, passen aber zum progressiven Geist von Friedrichshain-Kreuzberg.

Bemerkenswert ist ihre Offenheit in Interviews, in denen sie schildert, wie sie seit ihrem 18. Lebensjahr mit Depressionen umgeht. In einem Viertel mit aktiven Selbsthilfeangeboten wäre eine solche Stimme willkommen.

Persönliche Kämpfe und öffentliche Abwesenheit

Bei der Goldenen Henne fehlte sie krankheitsbedingt. Fans sorgen sich, weil sie seit über einem Jahr nicht mehr auf einem roten Teppich gesehen wurde. Medien titelten "Sorge um Nora Tschirner".

Ihre Offenheit über Depressionen, die sie nach eigenen Angaben seit ihrem 18. Lebensjahr begleiten, macht sie nahbar. Ein Vorbild für viele Menschen, gerade dort, wo mentale Gesundheit zunehmend enttabuisiert wird. Auch ihre Familie, ihre Tochter, steht für sie im Vordergrund.

Kein neues Album, kein Buch, kein eigenes Label: Fokus auf Schauspiel, Produktion, Moderation. Festivalleiter Edzard Wagenaar lobt: "Wir freuen uns sehr, mit Nora Tschirner eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen auszeichnen zu dürfen."

Ausblick: Was kommt für Nora Tschirner?

2025 brachte ihr Preise ein, an "Hast Du Töne?" war sie nur in Staffel 1 beteiligt. Für 2026 schweigen die öffentlich verfügbaren Quellen weitgehend, was auch mit ihrer angespannten gesundheitlichen Lage zu tun haben dürfte. Beim Filmfest Emden-Norderney im Juni 2025 sagte sie ihren persönlichen Auftritt aus gesundheitlichen Gründen ab.

Für Friedrichshain-Kreuzberg hoffen wir: Ein Kiez-Kino-Besuch, ein Event im RAW-Gelände? Ihre Wurzeln rufen. Nora Tschirner, die Kämpferin aus Berlin, bleibt ein Star – authentisch, vielseitig, uns nah. Bleibt dran, sie kommt zurück.

Häufige Fragen zu Nora Tschirner

Was macht Nora Tschirner heute?

Nora Tschirner arbeitet weiter als Schauspielerin und Produzentin, unter anderem als Kommissarin im Tatort Weimar. Zugleich zieht sie sich immer wieder bewusst aus dem Rampenlicht zurück.

Wie alt ist Nora Tschirner?

Nora Tschirner wurde am 12. Juni 1981 in Ost-Berlin geboren und ist 2026 damit 45 Jahre alt.

Wo wohnt Nora Tschirner?

Nora Tschirner lebt in Berlin und ist eng mit Friedrichshain-Kreuzberg verbunden, wo sie groß geworden ist.

Hat Nora Tschirner Kinder?

Ja, Nora Tschirner hat eine 2013 geborene Tochter. Ihr Familienleben hält sie konsequent privat.

Ist Nora Tschirner in einer Beziehung?

Zu ihrem Beziehungsleben macht Nora Tschirner bewusst keine öffentlichen Angaben.

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Lena Marquardt
Lena Marquardt
Freie Journalistin

Freiberufliche Journalistin, kam 2008 für ein Praktikum nach Kreuzberg und ist geblieben. Schreibt über alles, was den Bezirk bewegt – mit besonderem Blick auf die Menschen hinter den Schlagzeilen.

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Leserstimmen
martin 27. März 2026, 08:56 Uhr

weiss jemand, ob sie aktuell an neuen filmen in berlin arbeitet oder eher für tv-projekte unterwegs ist? und gibt es öffentlichere auftritte geplant außer den preisverleihungen?

christian_82 25. März 2026, 04:44 Uhr

super bericht. schön zu sehen, dass jemand aus unserer stadt so offen über psychische gesundheit spricht.

sven_98 22. März 2026, 22:42 Uhr

vielen dank für den schönen artikel, toll zu lesen dass sie trotz allem ihren bezirk nicht vergisst.

Marcel N 20. März 2026, 19:08 Uhr

ich erinnere mich noch, wie ich als teen die filme mit ihr geschaut habe und dachte, dass berlin dadurch irgendwie näher wirkt. heute wohne ich wieder ums eck und es fühlt sich an, als hätte sie ein stück meines quartiers mit auf die große leinwand genommen.

markus_71 20. März 2026, 10:28 Uhr

als jemand, der oft am boxhagener platz unterwegs ist: Nora bleibt hier echt präsent, man sieht sie manchmal in kleinen cafés sitzen. wer ihr kiez kennenlernen will, schaut sich die alternativen projekte rund um den kiez an, da spürt man ihren spirit.

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